Heinrich Böll wird 100 | “SCHWIERIGKEITEN MIT DER BRÜDERLICHKEIT” – HEINRICH BÖLL UND DIE CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT
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“SCHWIERIGKEITEN MIT DER BRÜDERLICHKEIT” – HEINRICH BÖLL UND DIE CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT

Foto: René Böll, Copyright: Samay Böll

04. April 2017  Um 18:00 Uhr Kartäuserkirche, Köln


Eine Veranstaltung im Rahmen der »Woche der Brüderlichkeit«.

Heinrich Böll war einer der Gründungsmitglieder der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und verstand sein gesellschaftspolitisches Engagement für Demokratie und Toleranz vor allem im Kontext der Aufarbeitung des Nationalsozialismus.

 

In Essays kritisierte er die systematische Verdrängung des Völkermords in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung und bezog öffentlich Stellung gegen die antisemitischen Angriffe auf jüdische Einrichtungen und Personen Ende der 1950er Jahre. Deren Ursachen lagen für Böll im mangelnden Wissen der Bevölkerung über das Judentum in Deutschland.

Die Gründung der Bibliothek Germania Judaica, der Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums, an der Heinrich Böll beteiligt war, sollte diesem entgegenwirken und dazu beitragen, Vorurteile gegenüber jüdischem Leben in Deutschland abzubauen.

In der Pressemitteilung der Gründungsmitglieder der Germania Judaica am 1. Juni 1959 heißt es: »Über die Vorurteile der Vergangenheit aufklären heißt, gegen zukünftige Vorurteile immun machen.

Auch sind zweitausend Jahre jüdischen Lebens in Deutschland der Erinnerung der Lebenden wert. Wenn diese Erinnerung gegenwärtig wird, ist neue Eintracht zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland möglich.«

Bölls Geburtstag jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal und wir möchten mit dieser Veranstaltung den konsequenten Humanisten in Erinnerung rufen, der sich insbesondere auch für sein engagiertes Eintreten zur Aufarbeitung der Shoa große Verdienste erworben hat.

 

Einführung
Prof. Dr. Jürgen Wilhelm,
Vorsitzender Kölnische Gesellschaft

 

Vortrag
Markus Schäfer,
Heinrich-Böll-Stiftung

 

Gespräch
René Böll
und
Markus Schäfer
mit
Frank Olbert (Moderation, Kölner Stadtanzeiger)

 

Eintritt frei

 

›Kartäuserkirche‹

Kartäusergasse 7
50678 Köln
Einlass ab 17:30 Uhr
Beginn 18:00 Uhr

 

Kontakt

Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstraße 2–4, 50667 Köln
T: 0221-617284 oder 0221-2585754
F: 0221-617286
E: kontakt@koelnische-gesellschaft.de

 

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. in Kooperation mit

 Kartäuserkirche
– Evangelische Gemeinde Köln –
Kartäusergasse 7
50678 Köln