Heinrich Böll wird 100 | PRESSE/FILM/FERNSEHEN
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PRESSE/FILM/FERNSEHEN

Foto: René Böll, Copyright: Samay Böll

September 2017  bis März 2018


Pressestimmen, Film und Fernsehen zu und über Heinrich Bölls


2. Dezember 2017 um 20.15 Uhr im 3Sat


Heinrich Böll, Ansichten eines Anarchisten

Film von Norbert Busè  in 3sat

 

Am 21. Dezember 2017 wäre Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. Der Film schaut aus diesem Anlass noch einmal neu auf den Nobelpreisträger und engagierten Repräsentanten des 20. Jahrhunderts. Mithilfe von bisher unveröffentlichten Auszügen aus Kriegstagebüchern und Briefen Bölls geht der Film der Frage nach, was der große Mahner uns heute noch zu sagen hat. Dabei erlebt der Zuschauer einen erstaunlich modernen Dichter und Denker.

Die Anarchie in der Kunst, die in der Sprache ihren Ausdruck findet, ist heute zumindest in Deutschland selbstverständliches Kulturgut, musste nach dem Krieg aber erst errungen werden. Das wird gerne übersehen. Auch, dass Böll einer der ersten war, der unter großen persönlichen Opfern bereit war, für diese Freiheit zu kämpfen. Böll wollte nach dem Zweiten Weltkrieg einen christlichen Neustart, eine Gesellschaft mit menschlicherem Antlitz. Vieles, was uns heute selbstverständlich scheint, nahm mit ihm seinen Anfang. Zu den heute immer wieder aufkommenden Fragen zum Thema “Deutscher Leitkultur” hätte er sicher Streitbares beizutragen. Das zeigt, welche Relevanz er auch heute noch hat.

 

Im Anschluß: Gruppenbild mit Dame


7. Dezember 2017 um 8.30 Uhr im SWR2


SWR2 Wissen Heinrich Bölls Frühwerk

Das Gewissen der Sprache
Von Michael Reitz

 

Heinrich Böll – geboren vor 100 Jahren, am 21. Dezember 1917 – hat mit seiner Literatur die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kritisch begleitet. In seinem Frühwerk beschreibt er die Schrecken des Zweiten Weltkrieges und entwickelt zugleich ein Schreiben, das die existentielle Verlassenheit des Einzelnen angesichts der Katastrophe thematisiert. In einem vom Vokabular der Unmenschlichkeit verminten Gelände sucht er nach einer Sprache für die Obdachlosigkeit des entwurzelten Alltagsmenschen. Traumatisiert und auf der Suche nach Heimat sind bei Heinrich Böll nicht nur die Kriegsheimkehrer und Überlebenden, sondern auch die Sprache selbst. “Es war Krieg gewesen, wir kehrten heim, fanden Trümmer und schrieben darüber.” (Produktion 2015)


18. Dezember 2017 um 22.55 Uhr im WDR Fernsehen


Heinrich Böll zum 100. Geburtstag

Ein Film von Tina Srowig (D 2017/45‘)

 

Am 21. Dezember würde Heinrich Böll 100 Jahre alt. Zu seinen Lebzeiten war der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger von 1972 ungeheuer präsent und bekannt, er stand mit seinem Engagement und seinen Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Fragen in der Öffentlichkeit, und seine Bücher wurden millionenfach gelesen, viele sogar als Schullektüre.

Nach dem Ende der Bonner Republik, der er in seinen Texten so genau und vielfältig den Spiegel vorgehalten hatte, geriet Heinrich Böll als Schriftsteller und als öffentliche Person ein wenig in den Hintergrund. Wer ihn heute neu kennenlernen will, entdeckt eine Persönlichkeit mit verblüffend modernen, zeitlos aktuellen Seiten, mit Themen und Anliegen, die heute, weit mehr als 30 Jahre nach seinem Tod, wieder ganz neue Bedeutung haben: Antifaschismus, Pazifismus, Kampf gegen Medienhetze, persönliche Freiheit, Solidarität und umfassende Menschlichkeit.

Im Anschluss an die Präsentation der Dokumentation gibt es eine Gesprächsrunde mit der Autorin und einigen Interviewpartnern, die auch im Film auftreten. Danach zeigen wir noch einen ganz besonderen Filmschatz: „Irland und seine Kinder“, eine WDR-Dokumentation aus dem Jahr 1961, konzipiert und geschrieben von Heinrich Böll.

 

Die Preview zur WDR-Dokumentation “Heinrich Böll zum 100. Geburtstag” findet am Donnerstag, den 14.12. um 19:30 Uhr im Filmforum im Museum Ludwig in Köln statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

Die “Böll-Nacht” im WDR Fernsehen findet am Montag, den 18. Dezember 2017 statt. Sie beginnt mit der TV-Premiere “Heinrich Böll zum 100. Geburtstag”, gefolgt von “Heinrich Böll – ein Schriftsteller aus Köln” und “Heinrich Bölls Irland” sowie “Irland und seine Kinder” (1961, Autor: Heinrich Böll).

 

Im Überblick:

22:55 Heinrich Böll zum 100. Geburtstag

23:40 Heinrich Böll – ein Schriftsteller aus Köln

0:25 Heinrich Bölls Irland

1:15 Irland und seine Kinder


WDR und Böll


Der WDR in Köln hat ein umfangreiches Programm zum 100. Geburtstag Heinrich Böll u.a. mit vier Videowalks „Böll folgen“:

 

www1.wdr.de/kultur/buecher/heinrich-boell